Druckluftbehälter

5. Oktober 2008 | Von Redaktion betriebstechnik-magazin.de | Kategorie: Kompressoren & Drucklufttechnik

Druckluftbehälter sind Zwischenspeicher, die sich im technischen Sinne zwischen einem Kompressor und druckluftbetriebenen Handwerkszeugen bzw. Maschinenvorrichtungen befinden.

Durch Druckluftbehälter kann ein konstanter Arbeitsdruck gewährleistet werden, der sich nach der Art und der Anzahl der „Verbraucher“ richtet.

Das Volumen eines Druckluftbehälters richtet sich nach dem Druckluftbedarf. Ein beweglicher „Garagenkompressor“ ist zumeist mit einen Druckluftbehälter von 40 bis 60 Litern ausgestattet, die vollkommen ausreichen, durchgängig und zuverlässig eine Farbspritzpistole bedienen zu können. Bei dieser kleinen Kesselgröße ist es jedoch nicht möglich, einen Presslufthammer zu betreiben, weil es das relativ kleine Kompressoraggregat leistungsmäßig nicht schaffen würde. Der Druckluftbehälter wäre nach wenigen Sekunden leer.

In der Industrie werden stationäre Druckluftbehälter verwendet, die mehrere Kubikmeter beinhalten und von einer Großkompressoranlage gespeist werden. Der Kesseldruck liegt bei allen Druckluftbehältern wesentlich über dem Arbeitsdruck der Verbraucher, um gewisse Reserven zu haben. Die Arbeitsdrücke werden durch Druckregler für jede einzelne Maschine, die Druckluft benötigt, individuell eingestellt. Ein Presslufthammer für betriebsinterne Bauarbeiten wird zumeist nebenbei verkraftet und beeinträchtigt kaum die Funktion der Produktionsmaschinen wegen zu geringem Druckes.

Druckluftbehälter bestehen aus röhrenartigen „Mänteln“ die beidseitig mit gewölbten Endstücken verschweißt sind. Ihr Aussehen ähnelt dem von Propangasflaschen oder Handfeuerlöschern; nur, dass sie in Industrieanlagen Durchmesser von einigen Metern haben können. Der „Prüfdruck“, dem ein Druckluftbehälter standhalten muss, liegt weit über dem Druck, der später im praktischen Einsatz als Höchstdruck anliegen wird. Somit sind Sicherheiten gegeben. Ein Druckluftbehälter wird bei sachgemäßem Einbau in eine Kompressoranlage nicht explodieren. Sachgemäß bedeutet, dass keine Veränderungen an ihm vorgenommen werden, wie beispielsweise das Aufschweißen von Halterungen für Antriebs- und Kompressoraggregate.

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