Kompressoren

22. Juli 2008 | Von Redaktion betriebstechnik-magazin.de | Kategorie: Kompressoren & Drucklufttechnik

Ein Kompressor ist ein Verdichter. Er findet Verwendung, um Gase zu komprimieren. Somit ist ein Kompressor eine Fluidenergiemaschine.

Die Verkleinerung des Volumens eines Gases wird auch als komprimieren oder verdichten bezeichnet. Ist es zu einer Verdichtung und damit Verringerung des Volumens des angesaugten Gases gekommen, erhöhen sich sowohl Druck als auch Temperatur des Gases.

Bleibt bei dem Verdichtungsvorgang die Temperatur konstant, so gilt das Boyle-Mariottesche Gesetz.
Dieses Gesetz besagt, dass in diesem Fall ein umgekehrtes proportionales Verhältnis zwischen Druck und Volumen besteht. Dieses Gesetz geht von absoluten Drücken aus. Die Druckangaben pneumatischer Anlagen allerdings sind bezogen auf den Überdruck im Verhältnis zum atmosphärischen Druck.

Kompressoren können gemäßt ihrer Funktionsweise in zwei Arten unterteilt werden. Turboverdichter finden bei großen Volumenströmen Verwendung, Kolbenverdichter bei kleinen Volumenströmen.

Nach dem Verdrängerprinzip arbeitende Kolbenverdichter sorgen für Kapselung, Verdichtung und erneute Ausstoßung des Gases. Sie arbeiten zyklisch.

Der Turboverdichter arbeitet mit einem Läufer, der rotiert. Dieser setzt dem Gas Energie zu. Diese Kompressoren arbeiten kontinuierlich. Die Druckerhöhung pro Stufe ist gering, der Volumendurchsatz hoch.

Die Hauptbauarten für diese Kompressoren sind der Radial- bzw Axialverdichter. Das Gas strömt beim Axialverdichter parallel zur Achse. Beim Radialverdichter hingegen. kommt es zu einer axialen Strömung in das Laufrad, dann erfolgt die radiale Ablenkung nach außen. Somit ist es erforderlich, nach jeder Stufe eine Strömungsumlenkung anzubringen.

Diese Kompressoren finden ihren Einsatz zum Beispiel in Abgasturboladern oder in Strahltriebwerlen als Verdichter. Allerdings sorgt hier nicht der enge Kanalquerschnitt für die Erhöhung des Drucks, sondern der Raum zwischen den Schaufeln nimmt die Form eines Diffusors ein. Die Druckerhöhung entsteht durch eine Verlangsamung der Geschwindigkeit des Gases.

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