Schleifmittel

26. Juli 2008 | Von Redaktion betriebstechnik-magazin.de | Kategorie: Schleifmittel

Grundsätzlich dienen Schleifmittel der Untergrundvorbereitung. So muss für eine nachfolgende neue Beschichtung der Untergrund gereinigt, geglättet und geebnet oder auch zur besseren Haftung (Adhäsion) angerauht werden. Diese so genannten Schleifarbeiten können trocken und nass durchgeführt werden. Für beide Schleifarten gibt es spezielle Schleifpapiere. Auf einem Trägerpapier sind hier Schleifkörner, bestehend aus Siliziumcarbid oder Elektrokorund (Aluminiumoxid), mit Hilfe eines Klebers verankert.

Härte und Korngröße sind entscheidend für den Wirkungsgrad des Schleifmittels. Es gilt: je feiner die Körnung, um so höher die Nummer des Schleifpapiers. Die Zahlenangabe auf der Rückseite von Schleifpapieren beziehen sich dabei auf die Korngröße des Schleifmittels. Schleifmittel mit grober Körnung (angefangen bei P 12 bis P 40) werden beispielsweise vor allem zum Entrosten oder Entfernen schlecht haftender Altanstrichen verwendet; feinere Schleifpapiere (P 120 bis 220) dienen unter anderem zum Anschleifen von Grundierungen und Zwischenlackierungen.

Ein alternatives Schleifmittel ist das so genannte Schleifvlies. Hier sind die Schleifkörner mittels Kunstharz auf der gesamten Fläche eines Nylonfaservlieses angebracht. Dadurch ist es sehr elastisch, beidseitig verwendbar und sowohl für den Nass- als auch Trockenschliff geeignet. Nach der Verwendung kann der Schleifstaub durch Auswaschen oder Ausklopfen entfernt werden, so dass es wieder verwertbar und damit um einiges haltbarer ist als herkömmliches Schleifpapier. Ebenfalls ist es sehr geeignet für die Behandlung von Zink und Aluminium, da keine Gefahr besteht, dass der Untergrund zerstört wird.

Sämtliche Schleifmittel gibt es passend zu jeder Schleifmaschine, sei es für den Schwing- oder Winkelschleifer. Wie auch bei den Handschleifmitteln ist hier grundsätzlich auf Qualität zu achten. Das Trägerpapier von „billigem“ Schleifmittel reißt leicht ein, und die Schleifkörner setzen sich schnell mit Schleifstaub zu, so dass es oft ausgewechselt werden muss.

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